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Ja, aber...
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Obwohl die Sprache unser stärkstes Ausdrucksmittel ist, nutzen wir sie in den seltesten Fällen, um unser gegenwärtiges Bewußtsein und unsere wahren Empfindungen zum Ausdruck zu bringen. Selbst wenn wir von uns reden, teilen wir uns selbst - entgegen unserer Annahme - nicht wirklich mit. Und wundern uns dann immer wieder, warum wir uns nicht verstanden, nicht ernst genommen und nicht geachtet fühlen. |
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Die Ursache liegt nicht in den Gründen, die wir dafür verantwortlich machen, sondern in fünfzehn Begriffen, die uns so vertraut und geläufig sind, daß wir gar nicht merken, welche Auswirkungen ihre verdeckten Kräfte auf uns selbst und andere Menschen haben. Denn der unreflektierte Gebrauch dieser Worte verfälscht unsere Wahrnehmung, manipuliert die der andere und verwandeln das, was wir sagen, häufiger als wir ahnen, in das Gegenteil dessen, was wir eigentlich fühlen und mitteilen oder erreichen wollen. |
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Wer zum Beispiel sagt:„Lüge mich bitte nicht an" wird kaum die Wahrheit hören, weil er unbewußt darum gebeten hat, angelogen zu werden. Denn das Unterbewußtsein, das keine Verneinung kennt, registriert nur das, was von „Lüge mich bitte nicht an" ohne Verneinung übrig bleibt. Und das ist: "Lüge mich bitte an." |
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Nach Aussagen wie: "Mir
geht es gut, aber
..." kann von gut gehen keine Rede mehr sein, denn alles, was dem
aber folgt, macht die eigentliche Mitteilung und das reale Gefühl zunichte.
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Wer den Wunsch äußert: "Ich will mehr Selbstvertrauen", wird keines finden, denn mit mehr gaukeln wir uns vor, schon ein gewisses Maß des Gewünschten zu haben, was meistens gerade dann, wenn wir mehr davon wollen, nicht stimmt. Und was nicht da ist, kann auch nicht vermehrt werden. |
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Wer sagt: "Ich verlasse mich auf dich", wird sein blaues Wunder erleben, denn was er in Wahrheit tut, ist das, was er sagt: Er verlässt sich - und zwar immer gerade dann, wenn er sich selbst am dringendsten braucht. |
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Keiner, der dieses Buch liest, kann sich seiner Wirkung entziehen. Denn es zeigt, wie wir über die Sprache wieder zu uns selbst finden und durch einen bewußten Umgang mit Worten unseres täglichen Sprachgebrauchs unser Leben und Erleben angenehm verändern und authentischer gestalten können. |
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Jedes Kapitel befaßt sich mit einem Begriff. Leicht nachvollziehbar wird die unbewußte Wirkung des bisherigen Wortgebrauchs beschrieben und der eigentliche Sinn und die Bedeutung des jeweiligen Begriffs neu definiert. Viele Fallbeispiele aus meiner Praxis und ein praktischer Übungsteil im zweiten Teil jedes Kapitels geben konkrete Anleitungen, wie der bewußte Umgang mit scheinbar harmlosen Alltagsbegriffen auf sehr einfachem Weg zu einem tieferen Selbst-Verständnis und einem neuen Selbst-Bewußtsein führt. |
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Lelia Kühne de Haan, Leli@KuehneDeHaan.de
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